Am Wochenende vom 26. bis 27. September 2026 stand Kramsach ganz im Zeichen des österreichischen Poolbillards. Beim 4. Grand Prix der Allgemeinen Klasse fanden sich 95 Teilnehmer:innen im Purple Pub ein. Gespielt wurde 10-Ball – am Samstag die Vorrunde im Doppel-K.-o. auf fünf Gewonnene, am Sonntag das Final-K.-o. der besten 16.
Für die Tiroler begann das Heimturnier bereits in der Vormittagsrunde vielversprechend. Allen voran zeigte Clemens Schober einen richtig starken Samstag. Vier Partien, vier souveräne Siege – damit war das Ticket für Sonntag ohne Umweg gebucht. Ganz knapp am Finaltag vorbei schrammte Rene Sommeregger. Gegen Michael Smith entwickelte sich ein echter Hill-Hill-Thriller, bei dem am Ende leider Smith das bessere Ende für sich hatte. Auch Richard Lercher und Werner Neuner waren lange im Bewerb und scheiterten erst kurz vor dem möglichen Aufstieg. Erfreulich aus österreichischer Nachwuchssicht: Der erst 15-jährige Valerian Zachhuber schaffte ebenfalls den Sprung unter die besten 16 – unter anderem mit einem Sieg gegen Dominik Kletz.
Am Nachmittag durfte Tirol dann ein zweites Mal über ein Sonntagsticket jubeln. Simon Astl kämpfte sich durch einen langen Turniertag und machte zu später Stunde die Qualifikation für die Top 16 perfekt. Auch Steven Widmayer hielt sich lange im Bewerb. Und Gratulation an Sarah Lindig, die nach mehreren Jahren wieder einmal bei einem Grand Prix der Allgemeinen antrat und dabei auch gleich eine Partie gewinnen konnte.
Damit gingen am Sonntag mit Clemens Schober und Simon Astl zwei Tiroler in den Kampf um den Grand-Prix-Sieg. Dort warteten allerdings zwei Gegner in starker Form. Johann Schernthaner spielte gegen Astl groß auf und ließ dem Tiroler diesmal wenig Möglichkeiten. Deutlich dramatischer verlief die Partie von Schober gegen Raoul Reichegger. Nach einem engen Match ging es bis ins Hill-Hill, ehe sich Reichegger hauchdünn mit 6:5 durchsetzen konnte. Damit war im Achtelfinale zwar Endstation, mit zwei 9. Plätzen für Clemens Schober und Simon Astl gab es für Tirol beim Heim-Grand-Prix aber dennoch zwei starke Top-10-Ergebnisse. Gratulation!
Danach wurde der Turniersieg ohne Tiroler Beteiligung ausgespielt. Über spannende Viertel- und Halbfinalpartien schafften es schließlich Stefan Huber und Patrick Kiesl ins Endspiel. Dort setzte sich Huber durch und feierte seinen mittlerweile fünften Einzel-Grand-Prix-Sieg. Gratulation an beide Finalisten! Aus Tiroler Sicht bleibt ein Wochenende mit zwei Spielern unter den besten 10, einigen nur knapp verpassten Sonntagstickets und mehreren starken Partien in einem sehr gut besetzten Feld.
Ein großes Dankeschön an das Purple Pub und sein Team für die Verköstigung sowie an alle Spieler:innen und Fans für die sensationelle Stimmung – auch noch bis in die späten Stunden des Samstags.
Für unsere Tiroler heißt es jetzt: noch einmal gut trainieren, etwas durchschnaufen und dann volle Konzentration auf den nächsten Höhepunkt. Wir sehen uns bei den Österreichischen Staatsmeisterschaften im Oktober – und hoffen dort natürlich auf möglichst viel Tirol in den entscheidenden Runden!

